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Batteriespeicher – lohnen sich Hausakkus?

Hausakkus lohnen sich auf jeden Fall für die Betreiber von Solar- oder Windkraftanlagen. Die Akkus werden von der KfW gefördert, sie haben inzwischen eine hohe Kapazität und Lebensdauer. Mit einem Stromspeicher im Haus und der Stromgewinnung aus Sonnen- oder Windkraft beziehungsweise Erdwärme können Eigenheimbesitzer im besten Fall energetisch autark werden.

Worauf kommt es bei Stromspeichern an?

Um die Vorteile von Hausakkus voll auszuschöpfen, sollten Hausbesitzer nur noch auf Lithiumbatterien setzen. Sie sind den Bleiakkus deutlich überlegen. Zwar punkten Letztere in einigen Fällen mit einer höheren Amper-Zahl, doch die Lithium-Akkus zeichnen sich durch eine deutlich höhere Entladetiefe bis zu 90 Prozent und Ihren Wirkungsgrad bis 95 Prozent aus. Bleiakkus bringen es höchstens auf 60 Prozent Entladung und einen Wirkungsgrad von 85 Prozent. Darüber hinaus können Lithiumakkus bei richtiger Nutzung 20 Jahre halten. Das entspricht rund 5.000 Be- und Entladungen. Bei den Blei-Säure-Speicher sind hingegen nur 3.000 Zyklen zu erwarten. Die teureren Lithiumbatterien sind auf lange Sicht rentabler, ihre Leistung kompensiert die Kosten. Für eine effektive Nutzung der Speicher sollte im Vorfeld ein exakter Verbrauchsplan erstellt werden.

Vorteile der Hausakkus

Die Vorteile von Stromspeichern im Haus sind umfassend und vielfältig. Im Folgenden liefern wir einen Überblick über einzelne Aspekte.

– Nachtstrom: Wer auf Solarenergie setzt, muss sich über die nächtliche Stromversorgung Gedanken machen. Mit einem Hausakku ist sie gesichert.

– Einspeisevergütung versus Netzstrompreis: Das EEG (Erneuerbare-Energie-Gesetz) war von vornherein so konzipiert, dass die gewährte Einspeisevergütung immer weiter sinkt. Erneuerbare Energien sollen sich durch Innovationen allmählich am Markt durchsetzen. Schon seit 2011 liegt die Einspeisevergütung unter den Preisen für den Netzstrom. Es lohnt sich daher finanziell mehr, den Strom im eigenen Hausakku zu speichern und selbst zu verbrauchen.

– KfW-Förderung: Die KfW-Bank fördert die Anschaffung von Stromspeichern relativ großzügig. Sie werden damit bei 20-jähriger Nutzung rentabel. Diese Förderung kann mit anderen Fördermaßnahmen gekoppelt werden.

– Transparenz und Autonomie: Wer auf erneuerbare Energien plus Hausakku setzt, kann damit energetisch autonom bei hoher Transparenz werden. Das eigene kleine Kraftwerk im Haus verteilt und speichert den gewonnenen Strom durch intelligente Managementsysteme, der Zugriff ist per PC, Smartphone oder Tablet möglich. Die Systeme sind inzwischen selbstlernend und erkennen, wann im Haus viel oder wenig Strom verbraucht wird. Der Stromspeicher folgt in seiner Arbeitsweise diesen Bedürfnissen.

– Hausakkus in allen Preislagen: Da schon längst Anlagen für erneuerbare Energien zusammen mit Stromspeichern angeschafft werden, wächst dieser Markt ständig. Die vielen Hersteller und ihre Modellvarianten sorgen für Angebote in jedem Preissegment und auch in jeder Größenordnung.

– Nachrüsten unproblematisch: Eine Nachrüstung bestehender Anlagen mit einem modernen Hausakku ist ohne Probleme möglich. Es gibt kompakte Speicher, die mit wenigen Handgriffen an das bestehende System angekoppelt werden können.

Wer auf einen eigenen Stromspeicher setzt, gestaltet überdies die Energiewende mit.





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