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Stromspeicher für Photovoltaikanlagen‎‎

Kontinuierlicher Stromfluss ist bei einer Photovoltaikanlage nur gegeben wenn die Sonne scheint. Somit stellt sich die Frage, was aber genau dann passiert, wenn die Sonne scheint, viel Strom produziert wird, aber dennoch wenig Strom benötigt wird. Energiefluss und Energiebedarf stimmen bei der Nutzung der Photovoltaikanlage in der Regel nur sehr selten überein. Diese Problematik begleitet diese Form der regenerativen Energie aber bereits seit ihren Anfängen. Strom galt in der Vergangenheit immer als sehr schwer speicherbar. Allerdings gibt es heute verschiedene Arten der Stromspeicher, die direkt und indirekt arbeiten und die den erzeugten Strom auch dann nutzbar machen, wenn die Sonne gerade nicht scheint.

Technische Möglichkeiten zur Speicherung von Strom

Stromspeicher für PV-Anlagen

Stromspeicher für PV-Anlagen

Wer Strom direkt speichern möchte, hat hierbei zwei Möglichkeiten, nämlich Kondensatoren oder aber Spulen zu nutzen. Bei beiden Stromspeichern ist der Nachteil gegeben, dass sie nur in der Lage sind, geringe Mengen an Energie zu speichern. Zur Speicherung größerer Strommengen wird deshalb regelmäßig auf indirekte Stromspeicher zurück gegriffen. Diese wandeln den Strom nämlich in eine andere Energieform um. Eine erneute Energieumwandlung gibt die gespeicherte Energie dann wieder in Form von Strom frei.

Pumpspeicherkraftwerke als Stromspeicher

Eine Variante es indirekten Stromspeichers ist das Pumpspeicherkraftwerk. Das Herzstück hier ist ein sehr großer Wasserspeicher, der sich wiederum auf einer Anhöhe befindet. Ist ausreichend Strom vorhanden, wird Wasser mittels Pumpen den Berg hinauf transportiert. Wird dann wiederum zu einem späteren Zeitpunkt der Strom benötigt, dann läuft das Wasser wieder ab und erzeugt in diesem Zusammenhang mit Hilfe von Generatoren die erforderliche Energie. Pumpenspeicherkraftwerke sind in erster Linie als Stromspeicher für die Überbrückung von Stromausfällen konstruiert. Von der Funktionalität ähnlich sind dieser Technik sowohl Schwungmasse- als auch Druckluftspeicherkraftwerke, die mittel kinetischer bzw. Luftenergie funktionieren.

Mit Wasserstoff Strom speichern

Eine weitere Variante der Stromspeicherung wird durch die Umwandlung von Strom in Wasserstoff umgesetzt. Unter Nutzung dieses Vorgangs der sogenannten Elektrolyse wird wiederum Wasserstoff erzeugt. Soll aus dem Wasserstoff wieder Strom entstehen, werden dafür Brennstoffzellen genutzt. Dieser gesamte Vorgang ist sehr aufwendig und bringt hohe Energieverluste mit sich.

Batterien und Akkus sind altbekannte Stromspeicher, auch für die Photovoltaik

Bei Batterien und Akkus erfolgt die Stromspeicherung aus chemischem Wege. Sie sind bereits langzeiterprobt. Allerdings gilt es zu berücksichtigen, dass diese Art des sogenannten indirekten Stromspeichers verglichen mit den verhältnismäßig geringen Kapazitäten, die zur Verfügung stehen, relativ teuer ist. Schon heute gibt es einige ausreichend erprobte Stromspeicher, die zur Verwendung mit Photovoltaikanlagen sehr funktional sind. Für alle gilt allerdings, dass sie für die Speicherung größerer Energiemengen nicht geeignet sind. Fakt ist allerdings, dass zur autarken Nutzung bei der Photovoltaik ein Stromspeicher fast unverzichtbar ist.

Die Photovoltaikanlage ist allerdings ohne die Nutzung eines zum eigenen Bedarf passenden Stromspeichers nur halb so nützlich. Individuelle Beratung bietet hier der Fachhandel.





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