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Dezentrale Wohnraumlüftung

Bei Neubauten ist es üblich, dass diese mit einem guten Dämmstandard und einer zentralen Lüftungsanlage ausgestattet sind. Hier wird das komplette Haus über ein ganzes Netz von Kanälen mit Frischluft versorgt, wobei sich das Aggregat im Hauswirtschaftsraum oder im Keller des Hauses befindet. Dies ist bei Altbauten natürlich nicht der Fall. Trotzdem gibt es die Möglichkeit diese nachträglich mit einer Belüftung auszustatten. Dies erfolgt über die dezentrale Wohnraumlüftung.

Die dezentrale Wohnraumlüftung – Funktionsweise

Die dezentrale Form kommt nur in einzelnen Räumen eines Hauses zum Einsatz. Diese Belüftungsart hat den großen Vorteil, dass sie keinen Stellplatz im Haus oder Keller beansprucht und dass nur wenige Lüftungskanäle verlegt werden müssen. Grundsätzlich unterscheidet man bei der dezentralen Wohnraumlüftung zwischen drei unterschiedlichen Ausführungen.

Abluftanlage

Dezentrales Lüftungssystem

Dezentrales Lüftungssystem

Diese Form der Belüftung kommt hauptsächlich in Räumen wie Badezimmer, WC und Küche zum Einsatz. Hier besteht die Hauptaufgabe der Anlage darin, dass sie die verbrauchte Luft abtransportiert. Verwendet wird hier ein Abluftventilator, meist mit zwei regulierbaren Stufen, der sich beim Einschalten des Lichts automatisch einschaltet. Abgeleitet wird die Luft über einen Kunststoffkanal, über ein Rohr oder über einen unbesetzten Schornstein und zwar direkt ins Freie. Dank des Unterdrucks der bei diesem Vorgang entsteht, fließt auch gleichzeitig frische Luft in das jeweilige Zimmer hinein. Das führt leider auch zu einem Wärmeverlust.

Dezentrale Zu- und Abluftanlage

Hier besteht der große Unterschied zur vorher beschriebenen Methode darin, dass ein stärker Luftaustausch stattfindet. Somit wird nicht nur die verbrauchte Luft nach außen abgleitet, sondern auch Frischluft von draußen angesaugt. Diese Anlage besteht aus einer Steuerung, die mit Sensoren ausgestattet ist. Bei Aufenthaltsräumen wie das Wohnzimmer handelt es sich in der Regel um CO2-Sensoren in Feuchträumen kommen meist Feuchtigkeitssensoren zum Einsatz. Diese Sensoren geben an die Steuerung weiter, dass sich diese erst einschaltet, wenn ein vorher festgelegter Wert erreicht wurde. Die Installation sollte nur von einem Fachmann durchgeführt werden, da hier eine passende Öffnung in das Mauerwerk des Hauses gebohrt werden muss. Diese Form der Ablüftung hat im Vergleich zur zentralen Belüftungsanlage auch einen großen Kostenvorteil. Sie kostet anstelle von mehreren tausend Euro, für die zentrale Version, nur um die 400 bis 500 Euro.

Dezentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

Hierbei handelt es sich um eine etwas kostspieligere Ausführung. Auch diese Variante wird in der Außenwand verbaut, ist mit einer Regelung versehen und kann mit Filtern beispielsweise gegen Polen ergänzt werden. Der große Unterschied zur vorher beschriebenen Methode besteht darin, dass sie noch zusätzlich einen Wärmetauscher besitzt. Dabei wird entweder Keramik oder Metall verwendet. Bei dieser Form wird der nach außen strömenden, verbrauchten Luft Wärme entzogen und auf die einfließende, frische Luft von draußen übertragen. So kann die sonst verlorene Wärme um bis zu 80 Prozent zurückgewonnen werden. Die Kosten belaufen sich für diese Form der Wohnraumlüftung auf ungefähr 600 bis 800 Euro.

Video: https://www.youtube.com/watch?v=Ih3hZZRw9Fg





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