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Der elektronische Hausmeister

Ein Kühlschrank, der von allein Nahrungsmittel bestellt, ein Thermostat, welches sie auch von unterwegs einstellen lässt oder Lampen, die sich automatisch an die äußeren Lichtverhältnisse anpassen: Technik, die vor ein paar Jahren nur in Science-Fiction-Filmen möglich schien, wird immer mehr zur Wirklichkeit. Zudem arbeiten Wissenschaftler daran, das eigene Haus noch intelligenter zu machen. Auf diese Weise soll es in der Zukunft von allein auf die Wünsche der Hausbewohner reagieren.

Vom PC über die App bis zum Auto

Iinteraktive Haussteuerungssystem Quing Home

Das Bild zeigt ein Iinteraktive Haussteuerungssystem. – Bildquelle: interaktive-haussteuerungssystem: Swisscom AG Media Relations 3050 Bern

Einer der Hauptgründe dafür, dass ein elektronischer Hausmeister immer mehr Realität wird, ist die Tatsache, dass die Bedienung sich erheblich besser geworden ist. Dazu hat vor allem die Verbreitung von mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets beigetragen. Diese machen es mittlerweile möglich, dass technische Geräte im Haus praktisch von überall bedient werden können. Selbst wenn man sich gar nicht innerhalb der eigenen vier Wände befindet, stellt der Zugriff heute kein Problem mehr da. Damit fällt ein großer Nachteil weg, mit dem vor allem frühe Systeme zu kämpfen hatten. Ein zentraler Rechner, von dem alles gesteuert wurde, macht es oftmals eben auch notwendig, dass man sich zu einem bestimmten Ort im Haus begab. Dies ist mittlerweile nicht mehr notwendig. Selbst wenn die Steuerung primär über einen zentralen PC läuft, gibt es heute Möglichkeiten, wie auf diesen auch außerhalb des Hauses zugegriffen werden kann.

Sogar das Auto kann bald zu einer eigenen Kontrollstation werden, mit sich die verschiedensten Dinge im Haus einstellen lassen. So stellte Mercedes auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas ein System vor, mit dem sich zum Beispiel die Heizung im Haus steuern lässt. Auf diese Weise lässt sich bereits auf dem Weg nach Hause ganz einfach die Zimmertemperatur in der Wohnung auf die gewünschte Höhe anpassen. Das dazu notwendige Heizungsthermostat wird dabei nicht nur exklusiv über das Auto steuerbar sein. Auch eine Bedienung über eine App soll kein Problem sein.

Sicherheit und Energieeinsparung

Interessant bei der Betrachtung des elektronischen Hausmeisters ist sicherlich, was für technische Möglichkeiten heute bereits machbar sind. Hier zeigt sich, welches Potenzial vorhanden ist, und dass es nicht allein um mehr Bequemlichkeit geht. Viele der technischen Gimmicks sind auch aus sicherheitstechnischer und energieeffizienter Sicht ein Gewinn in jedem Haus. Ein gutes Beispiel dafür sind Steckdosen, die sich über Apps steuern lassen und so jederzeit abschaltbar sind. Dies hilft zum einen dabei Strom zu sparen, kann aber auch gerade für mehr Sicherheit sorgen. Das Gefühl ein Gerät nicht ausgeschaltet zu haben, wenn man aus dem Haus geht, gehört in jedem Fall der Vergangenheit an.

Besonders interessante Möglichkeiten gibt es zudem im Bereich Heizung. Durch spezielle Thermostate soll die Temperatur in den Häusern noch besser regelbar werden. So erkennen Systeme zum Beispiel, wenn in der Wohnung ein Fenster zum Lüften geöffnet wird, was automatisch zum Abschalten der Heizung in dieser Zeit führt. Oder aber eine App wird so eingestellt, dass die Heizung sich selbst herunterfährt, wenn der registrierte Anwender sich eine bestimmte Strecke vom Haus entfernt. Alternativ kann man auf diese Weise auch die Heizung selbst starten lassen, sodass die Wohnung bei der Heimkehr bereits angenehm warm ist.

Das intelligente Haus der Zukunft

Während sich elektrische Hausmeistersysteme langsam verbreiten, arbeiten Forscher überall bereits an Verbesserungen. Ganz besonders wichtig ist ihnen, dass die Häuser lernfähig werden. Das Ziel soll dabei sein, dass ein System von allein auf verschiedene Veränderungen reagieren kann, ohne dass Eingaben notwendig werden. Das Heraufziehen einer Kaltfront könnte so zum Beispiel dazu führen, dass die Heizung sich selbstständig anpasst. Oder aber es wird ein Sicherheitssystem installiert, welches automatisch einen Sturz einer Person erkennt und daraufhin den Notruf wählt. Die Möglichkeiten sind bei Weitem noch nicht ausgeschöpft, sodass man vielleicht irgendwann einmal wirklich in einem Haus steht, das einem Science-Fiction-Film alle Ehre machen würde.





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