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Schwarzerde für den eigenen Garten

Am Beginn der Gartenjahreszeit

Kurz vor dem Start der Gartensaison machen sich viele Leute Gedanken über die neuen Bepflanzungen. Auch die Anwendung eines Bio Düngers ist in den Köpfen der Leute fest verankert und sollte umgesetzt werden. All jene Pflanzen, die in Kürze in den Garten zu pflanzen sind, benötigen ein dünnes Vlies. Mit diesem sind sie gegen kalte Nächte geschützt. Vor dem Bepflanzen der Gemüsegärten befinden sich die Pflanzen in unterschiedlichen Wachstumsstadien. Bei Salat zum Beispiel ist die Entwicklung der Blattmasse bereits weit fortgeschritten, während die Wurzelbildung erst im Gemüsebeet so richtig beginnt. Das Vlies wirkt schattierend – dadurch verlieren die Blätter nicht zu viel Wasser durch Verdunsten.

Ein weiteres Problem zur frühen Jahreszeit kommt jedes Jahr wieder:

GartentechnikJeder Gärtner kennt dieses, es sind die Schnecken. Für den eigenen Garten könnte man zum Beispiel Schafwollvlies anwenden. Dank neuester Forschung ist bekannt, dass man nur ein dünnes Band am Ende des Beetes anbringen muss, und schon ist das Schneckenproblem minimiert. Denn die Schnecken müssten zu viel Schleim produzieren, um überhaupt über dieses klettern zu können. Gleichzeitig werden sie durch den Geruch der Schafwolle vertrieben. Um das Wachstum der Pflanzen und letztendlich auch den Ertrag zu erhöhen, verwenden viele Hobbygärtner die Schwarzerde. Sie ist auch bekannt unter dem Namen „Terra Preta“ und wird in Europa erst seit rund 10 Jahren angewendet. Ihr Trick besteht darin, dass man das Gartenbeet mit einer äußerst fruchtbaren Schicht Humus befüllt, die Tomaten und andere Gemüsesorten größer, fruchtiger und schneller wachsen lässt.

Diese Schwarzerde entstammt der Amazonasregion, in welcher indigene Völker die Grundidee lieferten.

Sie sammelten Fischreste und andere Haushaltsabfälle und gaben sie in ein abschließbares Tongefäß, das aus den Abfällen höchst wertvollen Bio Dünger entwickelte. Dadurch konnten auch auf ansonsten eher unfruchtbaren Erden wie jener im Urwald große Erfolge erzielt werden. Eine riesige Zivilisation konnte sich in der Folge von der Fruchtbarkeit ernähren. Diese Fruchtbarkeit kann schon mit geringem Aufwand erhalten werden. Zahlreiche Experimente zeigten, dass schon wenige Kübel die Fruchtbarkeit des Bodens maßgeblich erhöhen.

Natürlich sollte man beachten, dass je mehr Ertrag im Gemüsegarten erzielt werden kann, die Schnecken und andere Schädlinge umso stärker angezogen werden. Deshalb ist es wichtig, dass man die oben erwähnte Abwehr mithilfe der Schafwollvliese anzuwenden weiß. Wichtig ist auch, dass man bei gegebenem Anlass etwas Schneckenkorn streut. Auch hier sei geraten, dass man nur wenige Portionen dieses Gifts ausstreut und dafür regelmäßig diese Schneckenabwehr platziert. Schließlich möchte man ja nicht, dass alle die guten Gemüseerträge von den Schädlingen aufgefressen werden.

Ein Gastbeitrag von Lukas Stein



2 Kommentare

Karl P.

Ich habe seit Jahren Probleme mit Schnecken im Garten, danke für den Tipp zur Vermeidung der Schneckenplage. Ich hoffe, das mein Gemüse in Zukunft verschont bleibt.

Lora

Bis jetzt nutzen wir Hornspäne als Dünger im Garten. Vorher hatte ich noch nie etwas von Schwarzerde gehört, danke für den Tipp.



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